Seit 1948 verankert der Artikel 1 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte die Gleichstellung der Geschlechter. Er besagt: „Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren“.

Doch die Realität sieht leider anders aus. Gewalt gegen Frauen hat viele Facetten und kommt in ganz unterschiedlichen Zusammenhängen vor. Sie ist kein seltenes Phänomen, sondern sie betrifft alle Schichten weltweit und somit uns alle. Laut dem Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) erlebt derzeit jede 4. Frau mindestens 1 Mal in ihrem Leben Gewalt. Mit Freiheit hat Gewalt rein gar nichts zu tun und ist eine massive Menschenrechtsverletzung.

Der 25. November ist ein Aktionstag, an dem sich auch die Stadt Frankfurt aktiv beteiligt.

Warum wurde der Aktionstag ins Leben gerufen?

Der Hintergrund hierfür war der Fall Mirabal aus dem Jahr 1960. Die drei Schwestern Patria, Minerva und Maria Teresa Mirabal waren Mitglieder der „Movimiento Revolucionario 14 de Junio“, die sich gegen die Diktatur in der Dominikanischen Republik auflehnte. Nach mehreren Verhaftungen wurden sie von Militärangehörigen des damaligen Diktators Rafael Trujillo verschleppt und dann ermordet. Einzig die Schwester Dedé überlebte. Als sich 1981 lateinamerikanische und karibische Feministinnen trafen, riefen sie den 25. November als Gedenktag der Opfer von Gewalt an Frauen aus. Schließlich griffen auch die Vereinten Nationen 1999 diesen Tag offiziell durch eine Resolution auf. Inzwischen gelten die drei Mirabal-Schwestern als Symbolfigur gegen Gewalt gegen Frauen.

Aktiv gegen Gewalt gegen Frauen

Deshalb organisieren Menschenrechtsorganisationen wie z. B. Terre des Femmes seit 1981 alljährlich am 25. November Veranstaltungen, um auf die Einhaltung der Menschenrechte gegenüber Frauen und Mädchen aufmerksam zu machen. Das Ziel ist, Frauenrechte zu stärken. Es sollen Themen wie sexueller Missbrauch, Beschneidung, häusliche Gewalt, Zwangsheirat, Zwangsprostitution, Vergewaltigung, Sextourismus und vorgeburtliche Geschlechtsselektion ins Licht der Öffentlichkeit gerückt werden. Zudem sollen Maßnahmen und Programme unterstützt werden, die sich für die Gleichstellung von Frauen einsetzen. Hierzu zählen Bereiche wie Bildung, Privateigentum, Erbrecht, aber auch Wahlrecht, Armut, Femizid, Rechtsfähigkeit und Kreditwürdigkeit, Zugang zur Justiz und Kampf gegen unbezahlte Arbeit.

Für Betroffene von Gewalt ist ein bundesweites Hilfetelefon unter 08000-116 016 kostenfrei rund um die Uhr zu erreichen (Stand 21.11.2019). Auf der Webseite www.hilfetelefon.de können Sie sich auch über Online-Beratungsmöglichkeiten informieren.

Nähere Informationen zu Veranstaltungen an diesem Tag in Frankfurt finden Sie hier: https://www.frankfurt.de/sixcms/detail.php/detail.php?id=2900&_ffmpar[_id_inhalt]=33226482

Weitere Informationen zum Thema finden Sie u. a. hier: https://www.frauenrechte.de

Quellen: